… ist keine Wissenschaft, 10% Know-How und 90% Sklavenarbeit.

evolution

Es gibt drei Möglichkeiten:

  • Sie machen sich das alles selbst
  • Sie lassen alles von Spezialisten erledigen
  • Sie machen, was Sie können selbst und delegieren was Sie nicht können, oder wollen

Einführung

Es war einmal, lang, lang ists her, 1996 schrieb man, da lebte ich in einem fernen Land und machte meine ersten Schritte in World Wide Web. Ich hatte eine Firma die sich mit dem Vertrieb von Werkzeugmaschinen beschäftigte. Wir vertraten eine Reihe von Weltklassefirmen, aus verschiedenen Ländern, mit verschiedenen Maschinen. Bei all diesen Superfirmen hatten wir das selbe Problem, wir hatten immer zu wenig Prospekte. Da verkauften wir Maschinen, die ein Vermögen kosteten, aber kaum vernünftige Unterlagen.submitmaennchen

In meiner grenzenlosen Weisheit und überirdischen Voraussicht, sagte ich mir: „das Internet ist die Lösung unserer Probleme“. 90% der Interessenten, denen wir die sündteuren Prospekte sandten, waren nicht wirklich ernsthaft interessiert. Da wärs doch schlau, die vielen Sehleute auf die Internetpräsenz zu verweisen und die 10% echten Interessenten mit Katalogen und Angeboten zu verwöhnen.

Also beschloß ich mir eine Website machen zu lassen. Das sagt sich so locker, war aber damals und noch dazu in Polen, wo diese Geschichte spielt, nicht so einfach.

Schon einen Internetzugang zu bekommen war gar nicht so einfach, doch mit meinem Wunsch einer eigenen Homepage, war mein damaliger Provider heillos überfordert. Eine schöne Domain hatten wir ja bald, aber eine einfache „under construction“-Seite zu basteln, war nicht möglich. Ein Job, den ich heute in fünf Minuten erledige, war nach drei Wochen immer noch nicht erledigt. Also habe ich mich kurzerhand entschlossen, das selbst zu machen.

Von meiner webdesignerischen Frühzeit will ich gar nicht viel erzählen, ich hatte jedenfalls bald eine ganz respektable Website, mit ein paar schönen Bilder und ein paar Links zu unseren Lieferanten, von denen ein paar auch schon Websites hatten.

Suchmaschinen gabs auch schon ein paar, Alta Vista war führend zu dieser Zeit. Von Google war noch keine Rede, auch andere heutige Internetgrößen waren noch nicht gegründet, oder in Europa noch weitestgehend unbekannt. Amazon und eBay waren z.B. gerade in den USA gegründet und in Europa praktisch noch nicht existent.

Auch auf der Userseite schaute es noch traurig aus. Von Millionen Internetteilnehmern war gerade weltweit die Rede, von einer Verbreitung bei weit über 50% der Bevölkerung träumten nicht einmal die Optimisten. Von über 100 Millionen Websites heute, waren damals gerade ein paar hunderttausend in Betrieb.

Wenn Sie damals in Alta Vista nach Werkzeugmaschinen (polnisch Obrabiarki) eingegeben haben, waren da ein paar Seiten als Suchergebnis und meine Seite ganz oben. Na ja viele meiner potentiellen Kunden haben das damals nicht gesehen, die meisten kannten das Internet bestenfalls vom Hörensagen.

Heutzutage

Heute, jetzt komme ich nach der etwas lange geratenen Einleitung endlich zum Wesentlichen, ist das ganz anders!

Weltweit sind letzten Dezember knapp über eine Milliarde Menschen im Internet unterwegs gewesen und eineinhalb Milliarden sind regelmäßige Internetuser. Das sind zum Beispiel in Österreich 73% der Bevölkerung, wobei davon wieder 70% angeben täglich im Internet zu sein. 61% der Surfer geben an, daß Sie online einkaufen; schon 2006 haben 28 Millionen Deutsche angegeben, daß sie online eingekauft haben. Fast alle Internetuser geben an, daß Sie im Internet nach Informationen suchen, von denen ein Großteil als Entscheidungshilfe für einen bevorstehendn Offline-Einkauf dienen.

The girl searches for something through a magnifier

The girl searches for something through a magnifier

Also ein riesiges Gebiet, dem sich kein Wirtschafttreibender verschließen kann, teilweise um direkt im Internet zu verkaufen, teilweise um potentiellen Kunden Informationen bereitzustellen.

Daß dabei der Gestaltung genau das selbe Augenmerk gewidmet wird, als etwa einem gedruckten Prospekt, sollte außer Frage stehen und wird von den meisten Websitebetreibern mittlerweile auch so gesehen und realisiert.

Wenn einer um tausende von Euros Prospekte hat drucken lassen, dann fällt es ihm im Traum nicht ein, diese im hintersten Winkel des Büros liegen zu lassen. Nicht einmal die vergleichsweise billigen Visitkarten läßt man zu Hause liegen.

Ganz anders aber ist es mit den meisten Websites! Die überwiegende Mehrheit ist praktisch unsichtbar.

Wie kommt ein Besucher auf eine Website? Klar er gibt die entsprechende Internetadresse in den Browser ein. Wenn er diese kennt. Das tun aber nur ein paar Leute, die sie vielleicht von Ihrer Visitkarte, oder Ihrem Briefpapier haben. Ok, das bringt fast jeden Tag einen Besucher.

Wenn Sie nicht Unsummen an Werbung ausgeben wollen, dann wird Ihnen nur die Suche in einer Suchmaschine Besucher bringen können.

Heutzutage meinen wir, wenn wir von Suchmaschinen sprechen eigentlich nur Google. Etwa 93% aller Suchen werden im deutschprachigen Raum bei Google durchgeführt, 3% bei Yahoo, 1% bei MSN, alle anderen Suchmaschinen haben Anteile im Zehntelprozentbereich. Also wir reden von Google!

In der guten alten Zeit, vor zwölf Jahren, da genügte es ein paar Schlüsselworte geschickt zu platzieren und man war schon ganz oben in den Suchmaschinen-ergebnislisten (SERPs), die Zeiten sind allerdings vorbei.

Sie wissen ja von sich selbst, wenn Sie was suchen, dann schauen Sie auf der ersten Seite der SERPs, vielleicht noch auf der zweiten, ganz selten auf der dritten, praktisch nie auf der vierten, oder gar auf einer noch weiter hinteren Seite.

Der fünfzigste Platz unter millionen Teilnehmern wäre eigentlich ein gutes Ergebnis, würde es sich um eine x-beliebige Sportart handeln. In den SERPs zählt der fünfzigste Platz genauso wenig wie der fünfhundertste, nämlich nix!

Also was tun? Eigentlich ists ganz einfach: Sie müssen schauen, daß ein vernünftiger Inhalt auf Ihren Seiten ist (also Text), daß einige einfache Regeln eingehalten werden und daß möglichst viele andere Websitenbetreiber ein Empfehlung für Ihre Site abgeben. Das macht man üblicherweise mit einem Link, der wenn man ihn anklickt den Websurfer zu Ihrer Seite bringt.

Publiziert  2009 von oidahabara